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Einsatz! Aber wie erfahren wir eigentlich davon?

Stellen Sie sich vor, es kommt zu einem Ereignis, bei dem Sie Hilfe benötigen – Spezielle Hilfe und Sie tun das richtige: Sie wählen die Notrufnummer 112.

Das Team der Disponenten in der Leitstelle am Lage- und Logistikzentrum welches Ihren Anruf entgegen nimmt stellt Ihnen Fragen die für die Leitstelle aber auch für die zu alarmierenden Kräfte enorm wichtig sind:

  • Wo ist passiert?
  • Was ist es passiert?
  • Wie viele sind betroffen / verletzt?
  • Welche Art von sofort sichtbaren Verletzungen vor?
  • Wer meldet?
  • Warten auf Rückfragen!

Anhand der von Ihnen gelieferten Informationen und der Einschätzung der Lage durch die Leitstelle werden die erforderlichen Kräfte der jeweiligen Feuer- und Rettungswachen (FuRW) alarmiert. Die FuRW sind im 24 Stunden Schichtsystem durch Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr besetzt.

Aber wie funktioniert das mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr in Essen?

Die Feuerwehr Essen hat zusätzlich zu den 9 FuRW noch 16 Löschgruppen/Löschzuge welche durch die Freiwillige Feuerwehr gestellt werden. Die 4 Löschzuge die wie die Berufsfeuerwehr 24 Stunden am Tag alamiert werden, stehen die restlichen 12 Löschgruppen unter der Woche zwischen 17 und 6 Uhr, sowie am Wochenende und feiertags 24 Stunden lang, zusätzlich zur Verfügung.

In dieser Zeit sind die Freiwilligen in Einsatzbereitschaft, allerdings nicht an den Wachen- und Gerätehäusern, sondern ganz normal im Alltag.

Zu Hause bei der Familie, im Schwimmbad, im Garten, im Kino oder bei der Shoppingtour.

Plötzlich piept ein schriller Ton und es wird kurz hektisch

Jedes Mitglied der Einsatzabteilung hat einen “Digitalen Meldeempfänger”, kurz Melder genannt oder mit “DME” abgekürzt.

Digitaler Meldeempfänger “MARS” der Firma EuroBOS

Alarmiert die Leitstelle dann eine Löschgruppe zu einem Einsatz werden die ersten Einsatzinfos aus den Pager gesendet und die Melder piepen. Anschließend wird es kurz hektisch, denn das was man gerade macht wird “stehen, fallen und liegen” gelassen, und wenn man gemütlich zu Hause auf der Couch lag, heißt es nun zügig anziehen um zum Gerätehaus zu kommen. Besonders in der Nacht stellt dies eine weitere Herausforderung dar: Man muss innerhalb weniger Sekunden wach werden, den Text auf dem Melder lesen und dann von 0 auf 100 das nötige anziehen und raus.

Zeit ist ein wichtiger Faktor

Wenn man dann am Fahrrad, Roller oder Auto angekommen ist, wählt jeder der Tageszeit und den Erfahrungen zur Verkehrslage den schnellsten Weg zum Gerätehaus. Die Besonderheit dabei: Wir sind im Einsatz, aber auch irgendwie nicht. Warum? Auf dem Weg zum Gerätehaus besitzen wir kein Wegerecht gemäß Straßenverordnung.

Das bedeutet mit unseren privaten Fahrzeugen müssen wir uns wie alle anderen auch an Geschwindigkeiten, Vorfahrtregeln und die jeweils angezeigte Farbe an den Ampeln halten.

Endlich angekommen – die Zeit läuft!

Sind wir dann angekommen, wird im Gerätehaus zum eigenen Spind gerannt und jede und jeder rüstet sich mit der Persönlichen Schutz- und Einsatzkleidung aus.

Anhand der Ausbildungen werden dann die zu besetzenden Plätze auf den Fahrzeugen nach und nach besetzt. Dies hört sich langwierig an, geht aber recht schnell.

3 Fahrzeuge – Welches rückt als erstes aus?

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF 10, ist unser “Erstausrücker”. Anschließend rückt unser Tanklöschfahrzeug, kurz TLF 3000, aus.

Je nach Einsatzlage und der Anzahl der erforderlichen Kräfte am Einsatzort rückt unser Mannschaftstransportfahrzeug aus. Das MTF ist rein zur Personal- oder für kleinere logistische Nachführungen gedacht.