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03-23/ #STURMSCHÄDEN

Datum: 18/01/2018 
Alarmzeit: 10:30 Uhr 
Dauer: 10 Stunden 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: Stadtgebiet Essen 
Fahrzeuge: 09/HLF10/06, 09/TLF/06 


Einsatzbericht:

Durch die frühzeitige Vorankündigung der Unwetterwarnung konnten wir, die Löschgruppe Margarethenhöhe, eine große Bereitschaft vorhalten. So wurden wir durch Orkantief “Friederike” bereits um 10:30Uhr zur Unterstützung der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Essen – Kettwig alarmiert. Zahlreiche Umgestürzte Bäume und versperrte Straßen durch Bauzäune und wild herumliegende Warnbaken wurden von uns beseitigt.

Nach zahlreichen Einsätzen im Stadtteil Kettwig, Werden und Fulerum, wurden wir mit unseren beiden Fahrzeugen im Anschluss nach Heisingen, Rellinghausen, Rüttenscheid und Stadtwald alarmiert. Von 10:30Uhr – 20:30Uhr wurden von uns 21 Einsätze abgearbeitet.

Nicht zu selten ließt und hört man über die Presse Angriffe auf Rettungskräfte und Polizei. Heute, am 19.01.18 können wir vermerken, dass auch das Gegenteil gelebt wird. Viele Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt haben uns ausgiebig mit Kaffee und Leckerein versorgt. Die Geäste und die Schätzung unserer ehrenamtlichen Arbeit erfreut uns sehr. Dafür möchten wir uns ganz besonders Bedanken!


Offizielle Presseberichte der Feurwehr Essen zum Orkantief “Friederike”

Das angekündigte Sturmtief “Friederike” hat Essen erreicht. Um 09.30 Uhr liefen die ersten Notrufe ein, dann ging alles ganz schnell. Innerhalb einer Stunde waren nahezu 100 Einsatzstellen registriert, zwischenzeitlich sind es knapp 170. Davon sind rund 70 bereits erledigt oder noch in Arbeit. Alle Freiwilligen Feuerwehren unterstützen mit mindestens einer Einheit, das Technische Hilfswerk ist ebenfalls alarmiert und bereits aktiv.

Sturmtief Friederike hält die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer ordentlich auf Trab. Mit Stand 13.00 Uhr zählt der Leitrechner 353 witterungsbedingte Einsätze, davon sind noch mehr als die Hälfte nicht erledigt. Positiv ist, dass es bisher noch keine Verletzten gibt. 435 Einsatzkräfte sind an der Schadenbeseitigung beteiligt. Den Löwenanteil bringt die Freiwillige Feuerwehr mit 240 Kräften mit. 80 Kräfte der Berufsfeuerwehr werden von 25 Helfern des Technischen Hilfswerks und der Hilfsorganisationen unterstützt. Weitere 90 Helfer kommen von Grün und Gruga. Pfingsten 2014 (nach dem Pfingststurm Ela) hat sich die Zusammenarbeit mit den städtischen Mitarbeitern als sehr effektiv erwiesen und wird erfolgreich fortgesetzt. Drei besondere Lagen sind hier exemplarisch erwähnt. An der Manderscheidstraße in Frillendorf ist das Flachdach einer Halle des dort ansässigen KFZ-Betriebes abgedeckt. In Dellwig ist ein Baum auf eine Oberleitung der Bahn AG gekippt. Bis die Spannung durch Mitarbeiter der Bahn AG abgeschaltet werden konnte, bestand wegen der 15.000 Volt-Versorgung in einem Radius von 50 Metern akute Lebensgefahr. In Steele ist das Dach des Kirchturmes der Laurentiuskirche beschädigt. In einer Höhe, die mit Drehleitern der Feuerwehr nicht zu erreichen ist. Im gesamten Stadtgebiet sind Bäume umgestürzt, Dächer beschädigt, Bauzäune und Schilder umgeweht, Leuchtreklamen beschädigt. Die Aufzählung ist nicht abschließend.

Der Orkan Friederike hat den Essener Rettern insgesamt 503 Einsätze beschert. Das ist die abschließende Bilanz mit Stand 18.01.2018, 21.00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war die letzte Drehleiter vom Hilfeleistungseinsatz eingerückt. Die zwischendurch übervolle Auftragsliste war abgearbeitet. Auch dank der massiven Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren, der Hilfsorganisationen, des Technischen Hilfswerks THW und der guten Zusammenarbeit mit Grün und Gruga waren die gröbsten Schäden nach zwölf Stunden beseitigt. Essens Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn zeigte sich von der Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer begeistert. “Es ist immer wieder beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit und hoher Professionalität die ehrenamtlichen Kräfte bei der Schadenbeseitigung mitwirken”. Im nordrhein-westfälischen Sundern und in Bad Salzungen (Thüringen) sind leider zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Ausübung ihres ehrenamtlichen Dienstes ums Leben gekommen. Nachdem der Orkan gestern gegen 09.30 Uhr in Essen eingetroffen war, stufte der Deutsche Wetterdienst um kurz vor 15.00 Uhr die Warnstufe von Stufe 3 auf Stufe 2 zurück. Friederike war über Essen hinweg Richtung Osten abgezogen, um ihre verheerenden Kräfte dort weiter spielen zu lassen. Im Harz wurden Windgeschwindigkeiten über 200 Kilometer pro Stunde gemessen. Naturgemäß kommt es heute sicher noch zu vereinzelten Einsätzen, wenn die Menschen bei Tageslicht und Windstille mit offenen Augen durch die Straßen gehen, aber das Schlimmste ist überstanden. Schäden an privaten Gebäuden und auf Privatgrundstücken sind übrigens durch die Eigentümer zu beseitigen. Dort, wo Straßen, Wege oder Flächen durch Flatterband, Baken oder ähnliches abgesperrt sind, sollten die Menschen von einer Gefahrenlage ausgehen und diese Maßnahmen akzeptieren. Auch dann, wenn daraus ein Umweg resultiert. Glücklicherweise ist in Essen niemand, weder in Reihen der Einsatzkräfte noch in der Bevölkerung, verletzt worden.

Rückfragen bitte an:
Feuerwehr Essen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mike Filzen
Telefon: 0201 12-37014
Fax: 0201 12-37921
E-Mail: mike.filzen@feuerwehr.essen.de

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